J.C. Raven Herausgeber der deutschen Bearbeitung und Normierung: S. Bulheller, H.O. Häcker
Dauer Set I und Set II zusammen etwa eine Stunde, Set II allein etwa 40 Minuten
Durchführung individuell und Gruppe Anwendungsbereiche Die Advanced Progressive Matrices liefern eine Beurteilung des allgemeinen intellektuellen Niveaus bei Jugendlichen und Erwachsenen ab 15 Jahren. Seit der Erstpublikation im Jahr 1947 sind die APM bei einer Vielzahl von diagnostischen Fragestellungen eingesetzt und evaluiert worden. Aufgrund der Aufgabenstellung spielt die Sprachbeherrschung für die Testleistung eine untergeordnete Rolle. Im Vergleich zu umfangreicheren Testbatterien liegen die APM im Hinblick auf die prospektive Validität in etwa gleich, wobei die Durchführungszeit der APM Raum für zusätzliche Verfahren schafft.
Aufbau Set I besteht aus 12 Aufgaben, die den Bearbeitern eine präzise Vorstellung von der Art der Aufgaben und des Vorgehens bei der Lösung geben. Set II besteht aus 36 Aufgaben, die auf die gleiche Weise zu lösen sind, deren Schwierigkeit aber von der ersten bis zur letzten Aufgabe erheblich steigt. Damit ist auch eine Differenzierung bei überdurchschnittlich begabten Personen möglich.
Gütekriterien Reliabilität: Zahlreiche Untersuchungen, bei denen der Test in einem Zeitintervall von sechs bis acht Wochen zweimal bearbeitet wurde, weisen Retestreliabilitäten von .76 bis .91 nach. Die innere Konsistenz von Set II, berechnet über die Testhalbierung, liefert Werte zwischen .83 und .87. Validität: Neben den Korrelationen zu anderen Intelligenztests (beispielsweise dem Wechsler Intelligenztest für Erwachsene), die meist zwischen r = .25 und r = .50 liegen, sind Werte zur Vorhersagevalidität im beruflichen Umfeld besonders wichtig. Bei einer Gruppe von 1120 Managern wurde ein Zusammenhang von r = .20 zwischen den Testwerten im APM und der Beurteilung der Leistung im Unternehmen ermittelt. Die Korrelationen zwischen allen anderen Verfahren der Ausgangsbatterie und den Beurteilungen der Leistung im Beruf lagen dagegen bei Null.
Normen Die deutschen Normwerte wurden im Herbst/Winter 1997 erhoben und beruhen auf 1142 Testpersonen, die eine annähernd repräsentative Stichprobe der Bewerber um Ausbildungsplätze bzw. von Berufsanfängern darstellen. Angegeben werden PR und T-Werte, getrennt nach Altersgruppen und schulischer Vorbildung, und PR und T-Werte für die Gesamtgruppe für Set I, Set II und für beide Sets zusammen.
Besonderheiten Die APM sind ein Teil der Reihe von Verfahren, die von J.C. Raven entwickelt wurden. Neben den Manualen zu den einzelnen Verfahren gibt es eine umfangreiche Darstellung der Grundlagen aller Verfahren, einen Überblick über die Ergebnisse aus der Anwendung seit der Veröffentlichung und die Veränderungen der Normwerte. Dieser Teil "Grundlagen" liegt jetzt zum ersten Mal vollständig in deutscher Sprache vor.
In Anwendung seit 1998
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