Dauer 1. Untersuchung: ca. 15 Minuten Wiederholungsuntersuchung: max. 10 Minuten
Anwendungsbereiche Der SKT ist ein psychodiagnostischer Kurztest, der für den Einsatz im klinischen Bereich zur Erfassung kognitiver Leistungsstörungen konstruiert wurde. Der SKT wird vor allem zum Nachweis therapeutischer Effekte bei der Behandlung von Demenzpatienten sowie in klinischen Routineuntersuchungen verwendet, aber auch in der klinischen Grundlagenforschung und im gutachterlichen Bereich eingesetzt. Die überwiegend auf Daten klinischer Studien basierenden statistischen Analysen weisen den SKT als praktikables, objektives, reliables und validiertes Verfahren aus. Die SKT-Rohwerte können in alters- und intelligenzkorrigierte Normwerte transformiert werden, die auf den Ergebnissen statistischer Analysen und Expertenbeurteilungen beruhen. Dadurch können Störungsgrade abgeschätzt werden, die sich an klinischen Beschreibungen der fraglichen, leichten, mittelschweren, schweren und sehr schweren Ausprägung der dementiellen Symptomatik orientieren. Normwerte liegen ohne Altersbeschränkung für Erwachsene ab 17 Jahre vor. Das Testmaterial gestattet einen Einsatz am Krankenbett.
Aufbau Der SKT liegt in fünf Parallelformen (A-E) vor, die anhand von jeweils neun Subtests Störungen des Gedächtnisses und der Aufmerksamkeit erfassen. Bei der Konstruktion des Tests wurde besonderer Wert auf die patientengerechte Gestaltung des Testmaterials gelegt, die es erlaubt, auch Personen mit ausgeprägten kognitiven Leistungsstörungen zu untersuchen. Dabei wurde der bei älteren Personen häufig vorkommenden Multimorbidität und damit einhergehenden Einschränkungen z. B. des Sehvermögens oder der manuellen Geschicklichkeit Rechnung getragen. Die Testmaterialien besitzen hohen Aufforderungscharakter. Der SKT erlaubt eine dem jeweiligen Leistungsstand des Patienten angepasste Testdurchführung. Durch die farbige Gestaltung der Testmaterialien, die auf die Leistungsfähigkeit des Patienten abgestimmten Instruktionen und den relativ geringen Schwierigkeitsgrad der Aufgaben lässt sich eher der Eindruck eines "Spiels mit Wettbewerbscharakter" als der einer Testsituation vermitteln. Vorliegende Untersuchungen schreiben dem SKT bei Patienten und Untersuchern eine außergewöhnlich hohe Akzeptanz zu.
Gütekriterien Reliabilität: Die Reliabilitätskoeffizienten (Cronbachs Alpha) liegen für die Parallelformen A-E zwischen 0.86 und 0.90. Diese Reliabilitätsschätzungen wurden in neuen klinischen Demenzstudien bestätigt. Validität: Die Validität wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen, in denen SKT zusammen mit anderen Leistungstests (z. B. ADAS, MMSE) klinischen Beurteilungsskalen (GDS, CGI, SCGA) oder biologischen Maßen (EEG, CT) eingesetzt wurde. Wichtige Hinweise auf die Validität kommen aus klinischen Studien zum Nachweis der Wirksamkeit von "cognitive enhancers", Nootropika oder antidementiven Substanzen, in denen der SKT als Zielvariable diente und seine Therapiesensitivität bewies. Neuere Studien zeigen, dass die vom SKT erfassten kognitiven Defizite auch mit den für Demenzpatienten typischen funktionellen Beeinträchtigungen der Alltagsaktivitäten (B-ADL, ADL-IS) zusammenhängen. Eine internationale Validierungsstudie mit dem SKT in fünf Ländern zeigte, dass der SKT ein international hervorragend einsetzbares Instrument ist.
Normen Für den SKT liegen Normen für vier Altersgruppen und drei prämorbide Intelligenzniveaus vor.
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