| K-NEK |
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| Kaufman - Neuropsychologischer Kurztest |
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Deutsche Bearbeitung: P. Melchers, S. Schürmann Altersgruppen: 11 - 85 Jahre Der K-NEK ist ein kurzer neuropsychologischer Screening-Test, der in vielfältiger Weise von Neuropsychologen, klinischen Psychologen, Geriatern, Psychiatern und Neurologen angewendet werden kann. Das Verfahren ist entwickelt worden, damit klinische Beurteilungen durch objektive und standardisierte Testergebnisse ergänzt werden können. Der K-NEK erlaubt eine grundlegende Beurteilung kognitiver Funktionen und basiert auf kognitions- und neuropsychologischen Theorien, vor allem auf der zentralen Denktheorie von Luria. Das bewährte Durchführungssystem (Testordner) ermöglicht eine einfache und objektive Anwendung.
Das Verfahren umfasst vier Untertests auf drei Niveaus kognitiver Komplexität, die die verschiedenen Bereiche bzw. Blöcke der zentralen Denktheorie von Luria repräsentieren: Block I wird durch den Untertest Orientierung repräsentiert. Dieser Untertest bringt die klassische klinische Prüfung der Orientierung, wie sie Neurologen und Psychiater vornehmen, in eine standardisierte und normierte Form. Damit hat dieser Untertest einen eigenständigen, über den K-NEK hinausgehenden Wert, denn mit seiner Hilfe kann entschieden werden, ob ein Patient aktuell über ein Ausmaß von Wachheit, Orientiertheit und Basalfunktionen verfügt, das die valide und reliable Anwendung weiterer psychometrischer Diagnostik gestattet. Block II umfasst die Untertests Gestaltschließen und Zahlennachsprechen, die das mittlere Niveau kognitiver Komplexität repräsentieren. Während Gestaltschließen als besonders valides Maß simultaner Informationsverarbeitung angesehen wird, gilt dies für Zahlennachsprechen in Bezug auf sequenzielle Informationsverarbeitung. Block III besteht aus dem Untertest Wortsuche, durch den Handlungs- und Planungsfunktionen als Anteil der Exekutivfunktionen beurteilt werden sollen. Durch Anwendung vorgegebener Informationen und logischer Ausschlussprinzipien sollen Buchstaben und Kurzwörter aus einer größeren Auswahl identifiziert werden. Außer den Skalenwerten der einzelnen Untertests können auch Gesamtskalenergebnisse berechnet werden, z.B. Skalenwert für die Verarbeitungskomponente "Block II" und Standardwert für das Gesamtergebnis (Block II und Block III). Zusätzlich erlaubt der Test die Berechnung eines Beeinträchtigungsindexes, der als einfaches, aber objektives Maß kognitiver Funktionsbeeinträchtigung konzipiert ist. Er hilft darüber hinaus bei der Beurteilung der Notwendigkeit einer weiterführenden neuropsychologischen Diagnostik. Dieses Maß basiert auf vier Kriterien: K-NEK Gesamt-Standardwert, Untertest Orientierung, Differenz zwischen den Untertests Gestaltschließen und Zahlennachsprechen, Differenz zwischen dem K-NEK Gesamt-Standardwert und einem bildungsbezogenen Erwartungswert (Einzelheiten im Manual). Der Untertest Orientierung eignet sich zur Beurteilung des "mental status" bei psychiatrischen Fragestellungen. Im Gegensatz zu dem sonst häufig praktizierten Vorgehen ist hier die Normierung mit Hilfe einer repräsentativen Stichprobe ein Beitrag zur Qualitätssicherung. Auswertung: Der empirisch ermittelte Zeitbedarf für die Durchführung beträgt knapp 25 Minuten. Die Auswertung ist einfach. Graphische Darstellung der Ergebnisse erfolgt auf der Rückseite des Testbogens. Die Untertestskalenwerte sowie der Beeinträchtigungsindex werden in das Ergebnisprofil übertragen. Dadurch entsteht eine anschauliche Darstellung des gesamten Testergebnisses. Gütekriterien: Die Reliabilitätskoeffizienten - nach der Testhalbierungsmethode berechnet - sind: Gestaltschließen .88; Zahlennachsprechen .76; Wortsuche .88; Verarbeitungskomponente Block II .88; K-NEK Gesamt-Standardwert .92. Mehrere Untersuchungen haben zur Validitätsprüfung in Deutschland (und in den USA) stattgefunden. Hier eine Auflistung der deutschen Studien: * Korrelations- und Faktorenanalysen mit Feldstichproben; * Berechnung der Altersdifferenzierung; * Korrelationen mit den K-ABC und K-TIM Gesamtergebnissen; * Analyse von Mittelwertsunterschieden bei klinischen Stichproben mit kinder- und jugendpsychiatrischen, neurologischen und psychiatrischen Diagnosen (Erwachsene). Die Ergebnisse dieser Studien werden im Manual beschrieben. Der K-NEK wurde mit Hilfe einer Stichprobe von über 3300 Versuchspersonen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Südtirol normiert. Untertest Normwerte für den K-NEK wurden in 20 Altersgruppen von 11 Jahren bis über 80 Jahre berechnet. Darüber hinaus gibt es eine Tabelle für die Verarbeitungskomponente ,Block II sowie für den K-NEK Gesamt-Standardwert.
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