| ETS 4-8 |
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| Entwicklungstest Sprache 4 bis 8 Jahre |
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Anwendungsbereiche
Der ETS 4-8 ist im Rahmen der nunmehr bundesweit angesagten Sprachstandserhebungen mit 4 Jahren als zeitökonomisches Screeningverfahren einsetzbar und erlaubt die Feststellung weiterer Aspekte der Sprachentwicklung. Die sprachliche Entwicklung in den anschließenden Schuljahren, kann als Kontrolle der Lernfortschritte dienen.
Die Auswahl der inhaltlichen Schwerpunkte der Testung orientiert sich an den logopädischen Grunddiagnosen der Sprachentwicklungsstörung vor Abschluss der Sprachentwicklung SP1 und entspricht den Vorgaben der kinderärztlichen Vorsorgeuntersuchungen U8 und U9. Ziel ist die differenzierte Beurteilung des geringsten Leistungsspektrums und die Ermittlung eines sprachlichen Leistungsprofils.
1 Die Testbatterie liefert zunächst ein Inventar des rezeptiven Sprachverständnisses (Untertest Sprache Verstehen SV) in den Bereichen Lexikon, (Wortverständnis von Nomen, Verben, Adjektiven und Präpositionen) zusammen mit den erforderlichen morphologischen Regeln und prüft insofern auch das Gedächtnispotenzial für Sätze, damit syntaktische Strukturen logisch erfasst und somit die Fragestellungen beantwortet werden können.
2 Der anschließende Grammatiktest GE besteht aus 8 Bildtafeln, die dazu veranlassen entsprechende Pluralbildungen, Komparative und Vergangenheitsformen zu bilden sowie W-Fragen (wer, was, wessen etc.) zu stellen.
(Diese beiden Verfahren erlauben bereits eine erste Verdachtsdiagnose mindestens einer Sprachentwicklungsverzögerung.)
3 Die logopädische Diagnose einer auditiven Wahrnehmungsstörung SP2 wird im Rahmen des Untertests Silben Erkennen SE durch Klatschen und getrenntes Sprechen von Silben als Zeichen phonologischer Bewusstheit ermöglicht. Die Prüfung der Fähigkeit, die entsprechenden Silben eines Wortes auch rückwärts zu rekapitulieren geht noch eine qualitative Stufe hinaus.
4 Die aufmerksamkeitskontrollierte Auseinandersetzung mit der (Schrift)-Sprache beim Erwerb des Wortschatzes und für eine adäquate Gedächtniseintragung späterer Phonem- Graphem-Korrespondenzen setzt Qualitäten der Vigilanz, der motivierten Arbeitshaltung und des Kurzzeitgedächtnisses voraus. Diese werden in einem Test geprüft, bei dem Abfolgen von Farbnamen FN wiedergegeben werden sollen.
5 Im Rahmen der Schuleingangsdiagnostik sollte ein Lesenlern-Test LT eingesetzt werden, der wesentliche kognitive Lernschritte beim Beginn des Lesenlernens in einem Wechselspiel von Information und Transfer am Beispiel von Familiennamen wie Opa, Oma, Papa, Mama mit einer Reihe von Variationen zur Identifikation neuer Buchstaben zu erfassen sucht.
Normen Es liegen Altersnormen für Kinder mit 4 bis 8 Jahren vor. Die Altersnormen und Trennschärfe-Indikatoren wurden an einer bundesweiten Normierungsstichprobe von zirka N = 1300 gewonnen. Die Validierung erfolgte testintern und mittels einer Vergleichsstichprobe sprachentwicklungsverzögerter Kinder aus logopädischen Praxen.
Dauer Erstes Screening 15 Minuten mit den Untertests Sprache Verstehen und Grammatik-Entwicklung. Basistest 25-30 Minuten zuzüglich Untertest Silben Erkennen und Test des Kurzzeitgedächtnisses mit Farbnamen. Lesenlern-Test als Screening potenzieller Schwierigkeiten beim Erwerb der Schriftsprache im Rahmen von Einschulungsverfahren 10 Minuten.
Durchführung Individuell
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