Dauer
bei Depressiven etwa 20 Minuten für Form A (mit Zwangs-Skala) und etwa 15 Minuten für Form B
Durchführung
Individuell
Anwendungsbereiche
Der Fragebogen dient zur differentiellen Erfassung des Beschwerdebildes bei depressiven Syndromen. Folgende sechs Akzentuierungen bzw. Subsyndrome der Depression werden quantitativ bestimmt: Phobisch-vegetatives, psychosomatisches, hypochondrisches, schuld-depressives, paranoid-depressives und zwanghaftes Beschwerdebild. Der Fragebogen eignet sich sowohl zur Bestimmung von Syndromvarianten in der Querschnittsbetrachtung als auch zur Veränderungsmessung im Therapieverlauf.
Aufbau
Der DDF ist ein vollstandardisiertes Selbsteinschätzungsinventar. Er enthält sechs Skalen zur Quantifizierung der o.a. Beschwerdebilder. Mit Ausnahme der 16 Items umfassenden Zwangs-Skala, liegen für alle Skalen zwei parallele Formen zu je 12 Items vor, die auch zu Langformen aus jeweils 24 Items zusammengefasst werden können. Die sechs Skalen sind das Ergebnis eines mehrstufigen Entwicklungsprozesses, in dem zunächst über Faktoren- und Cluster-Analysen relativ eigenständige, eindimensionale Beschwerdebilder depressiver Symptome bestimmt, dann über Item-Analysen geeignete Indikatoren dieser Beschwerdebilder ermittelt wurden.
Gütekriterien
Reliabilität: Die Reliabilitäten der DDF-Skalen wurden über Split-Half- und Konsistenz-Koeffizienten (Spearman-Brown, Guttman, Cronbachs Alpha) geschätzt. Für die Langformen wurden Werte zwischen .87 und .93 errechnet, für die Halbformen Werte zwischen .76 und .89. Die Schätzungen für die Zwangs-Skala bewegten sich zwischen .79 und .81.
Validität: Aufgrund seiner Entwicklung über automatische Klassifikation der Beschwerdeangaben von Depressiven kann für den DDF inhaltliche Validität in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus wurden Untersuchungen zur divergenten Validität des Fragebogens durchgeführt, die die Sensitivität des DDF für depressive Syndrome bestätigen.
Normen
Es liegen Normwerte stationär behandelter depressiver Patienten (N > 300) vor. Daneben gibt es Vergleichswerte klinisch unauffälliger Personen (N > 100).