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| Heidelberger Dissoziations-Inventar |
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R.M. Brunner, F. Resch, P. Parzer, E. Koch
Dauer Selbstfragebogen ca. 10 Minuten; strukturiertes klinisches Interview ca. 30 bis 45 Minuten
Durchführung Individuell und GruppeAnwendungsbereiche Das Heidelberger Dissoziations-Inventar soll zur Unterstützung des diagnostischen Prozesses sowie der Erforschung dissoziativer Phänomene, einschließlich Depersonalisations- und Derealisationserleben, bei Jugendlichen und Erwachsenen dienen. Das Inventar soll eine nosologische Zuordnung dissoziativer Phänomene erleichtern und auch diagnoseübergreifende Phänomene sensibel erfassen und gewichten. Es soll differentialdiagnostische Überlegungen (z.B. Unterscheidung zwischen dissoziativen und psychotischen Störungen) stützen sowie als Forschungsinstrument zur Therapieevaluation zur Verfügung stehen. Das Inventar ist insbesondere zum Einsatz in allen Disziplinen der psychologischen Medizin, der klinischen Psychologie und der Neurowissenschaften konzipiert.
Aufbau Das Inventar umfasst die deutsche Bearbeitung der Dissociative Experiences Scale von Bernstein und Putnam und der Adolescent Dissociative Experiences Scale von Armstrong, Putnam und Carlson. Die Erwachsenenversion (Skala dissoziativen Erlebens, SDE-E) beinhaltet 28 Items, die Jugendlichenversion (SDE-J) 30 Items. Ergänzt werden die Selbstfragebogen durch ein strukturiertes klinisches Interview, das sich im Aufbau an den Forschungskriterien der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen (ICD-10) orientiert. Für das Interview liegt ebenso eine Erwachsenen- und eine Jugendlichenversion vor.
Gütekriterien Reliabilität: Selbstbeurteilung: innere Konsistenz Cronbachs Alpha = .94, korrigierter Split-half-Koeffizient r = .90. Klinisches Interview: Interraterreliabilität (Basis: Videoaufzeichnungen von 30 Interviews, vier Beurteiler pro Interview) Validität: Es wurden externe Kriterien (standardisierte psychopathologische Diagnostiken, v.a. AMDP) herangezogen.
Normen Es liegen vorläufige schul- und ausbildungsspezifische (Schüler und Studenten) sowie alters- und geschlechtsspezifische Normen vor. Vergleichswerte wurden erhoben für unterschiedliche Patienten- und Diagnosegruppen aus dem Klientel der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der Erwachsenenpsychiatrie.
In Anwendung seit 1999
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