| AKE |
|
| Ängste und Angstverarbeitung bei kardiovaskulären Erkrankungen |
|

Autoren: Uwe Tewes, Ortrud Grön
Dauer Die insgesamt 79 werden von den Patienten meist in weniger als 15 bis 20 Minuten bearbeitet.
Durchführung Individuell und in der Gruppe
Anwendungsbereich Schwer wiegende gesundheitliche Belastungen, wie koronare Herzerkrankungen, die zu den häufigsten Erkrankungen und Todesursachen zählen, lösen bei fast allen Patienten negative Empfindungen, insbesondere Ängste und Depressionen, aus. Die Intensität und Qualität dieser Empfindungen und die Art und Weise wie die Patienten damit umgehen, können sich auf den weiteren Krankheitsverlauf auswirken, aber auch direkte Folgen für den Gesundungsprozess haben. Bei vergleichbarer gesundheitlicher Verfassung sind Personen mit erhöhten Ängsten und Depressionen stärker infarktgefährdet als psychisch stabile und nach einem Infarkt ist das Sterberisiko für depressive Patienten deutlich höher als für nicht-depressive. Daher sollten alle erwachsenen Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen im Hinblick auf dieses Risiko überwacht werden.
Aufbau Das Inventar zur Erfassung von Ängsten und Angstverarbeitung bei kardiovaskulären Erkrankungen besteht zwei Skalen zur retrospektiven Erfassung von Ängsten vor der Erkrankung, zwei zur akuten Erfassung von Ängsten und emotionalen Belastungsreaktionen auf die Erkrankung und drei Skalen zum Umgang mit diesen Ängsten und Belastungsreaktionen. Aus dem Zeitraum vor der Erkrankung werden Beziehungs- und Leistungsängste angesprochen, für die Zeit während der akuten Erkrankung geht es um krankheitsbezogene Ängste und emotionale Reaktionen und für die Bewältigung werden Anpassung, übermäßige Kontrolle und allgemeine Bewältigungsversuche erfasst. Bei allen sieben Skalen handelt es sich um Selbstbeurteilungsfragen, die auf einer vierstufigen Skala nach der Häufigkeit des Auftretens zu bewerten sind (nie, gelegentlich, häufig, regelmäßig).
Gütekriterien Reliabilität: Die innere Konsistenz (Cronbach a) der einzelnen Skalen liegt zwischen r = .81 und r = .92 (N = 1034). Validität: Die verschiedenen unabhängigen Skalen korrelieren zwischen r = .36 und r = ,72 mit einander und bestätigen die inhaltliche Validität.
Normen Für alle Skalen gibt es die Möglichkeit, korrigierte Werte zu bestimmen, wenn eine, zwei oder drei Items unbeantwortet blieben. Die Rohwerte werden dann in Prozentränge und Stanine umgewandelt. Die Normstichprobe umfasst N = 1034 Patienten aus verschiedenen REHA-Kliniken und Koronarsportgruppen.
| Zeige 1 bis 3 (von insgesamt 3 Artikeln) |
Seiten: 1 |
|
|