
C. Lang, A. Dehm, B. Dehm. T. Leuschner
Dauer ca. 30 Minuten
Durchführung IndividuellAnwendungsbereiche Mit der KAP steht ein Verfahren zur Verfügung, das bei Erwachsenen in der Akutphase einer Erkrankung und am Krankenbett mit geringem Aufwand durchzuführen ist. Sie ermöglicht die standardisierte Erfassung von Aphasien, gibt Hinweise auf den vorliegenden Aphasietyp und kann zu Nachuntersuchungen ohne größere Belastungen für den Patienten eingesetzt werden. Bei der Kurzen Aphasieprüfung erfolgt trotz der kurzen Durchführungszeit und geringem Materialaufwand eine Überprüfung aller wichtigen Sprachfunktionen.
Aufbau Die Kurze Aphasieprüfung besteht insgesamt aus 11 Untertests. Der erste ist ein Gedächtnistest, bei dem vier vorgegebene Objekte über einen Zeitraum von etwa vier Minuten, in dem eine Beurteilung der Spontansprache stattfindet, behalten werden sollen. Die Spontansprache wird in Form eines semistandardisierten Interviews zu Krankheit, Beruf, Familie und Hobbys erfasst und nach Sprachfluss, Syntax, Semantik, Phonematik, Sprachverständnis, Sprechstörungen und Iterationsphänomenen beurteilt werden. Als dritter Test wird eine vereinfachte Version des Token Tests durchgeführt. Daran schließen sich Aufgaben zum Nachsprechen und Reihensprechen (Zahlen, Wochentage) an. Die nächsten beiden Untertests erfassen Abschreiben und Diktatschreiben. Das Lautlesen folgt danach. Die Überprüfung des Sprachverständnisses, des Benennens und des Leseverständnisses schließen den Test ab. Für einige Tests wird die Aufzeichnung auf Tonträger empfohlen (Spontansprache, Nachsprechen, Lautlesen und Benennen).
Gütekriterien Reliabilität: Die innere Konsistenz der Untertests liegt zwischen .84 (Sprachverständnis) und .95 (Lesesinnverständnis). Die Wiederholungszuverlässigkeit (durchschnittlich nach einem Tag) beträgt zwischen .88 und .97 (N = 62). Validität: Es wurden Korrelationen zum Aachener Aphasietest (AAT) ermittelt. Die Übereinstimmungsvalidität liegt zwischen .79 (Sprachverständnis) und .91 (Token Test) (N = 62).
Normen Den Vergleichswerten liegen die Daten von 162 Patienten mit einem mittleren Alter von 61 Jahren (s = 15 Jahre) und insgesamt 364 Testungen zugrunde. Angegeben werden Prozentränge, T-Werte und Stanine für die einzelnen Untertests.
In Anwendung seit 1999
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