| TBFN |
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| Testbatterie zur Forensischen Neuropsychologie, 3. Auflage |
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D. Heubrock, F. Petermann unter Mitarbeit von I. Eberl, J. Bornemann, G. Ostermann, B. Dietzel und M. Stiehm
Dauer Die Dauer der Durchführung und der Auswertung beträgt für beide Tests ohne die Pause etwa 7 Minuten.
Durchführung Individuell Anwendungsbereiche Die Testbatterie zur Forensischen Neuropsychologie (TBFN) wurde zur Identifizierung von Simulanten neurologischer, ophthalmologischer, audiologischer und mnestischer Störungen in der Klinischen und in der Forensischen Neuropsychologie sowie in der Medizin konzipiert. Obwohl die bisher in der Klinischen Neuropsychologie angewandten psychometrischen Testverfahren weitgehend objektiv und reliabel zu sein scheinen, kann mit ihnen nicht gemessen werden, ob eine reduzierte Teilleistung auf eine authentische Hirnstörung zurückzuführen ist oder ob sie absichtlich oder unbewusst erzeugt wurde. Die TBFN hingegen misst nicht-authentische Minderleistungen, die nicht auf eine hirnorganische Problematik zurückzuführen sind. Um bei auffälligen Testergebnissen Simulanten von Personen mit psychischen bzw. psychosomatischen Krankheiten, insbesondere mit Konversionsstörungen unterscheiden zu können, ist anschließend die Motivation für das Testverhalten zu ermitteln. Dies hat sich in der Praxis jedoch als relativ einfach erwiesen, nachdem die neurogene Noxe als Ursache mit Hilfe der TBFN mit großer Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden konnte.
Aufbau Die TBFN beinhaltet insgesamt 23 Tests, die nach zwei unterschiedlichen Deckeneffektprinzipien konstruiert wurden: Symptom-Validierung und Verdeckte Leichtigkeit. Je nach Fragestellung kann ein einzelner oder mehrere Tests durchgeführt werden. Alle Tests werden standardisiert über den PC dargeboten. Symptom-Validierung: Die Bremer Symptom-Validierung (BSV) besteht aus 19 Tests: 6 visuelle Tests, 11 auditorische Tests und 2 Kurzzeitgedächtnistests, die auf dem Two-Alternative-Forced-Choice-Prinzip basieren; d.h. dem Probanden wird die schnelle Entscheidung zwischen zwei Alternativen abverlangt. Die Auswertung erfolgt u.a. anhand verschiedener probabilistischer Berechnungen. Verdeckte Leichtigkeit: Rey Memory Test (RMT). Der wohl bekannteste und empirisch mehrfach überprüfte Simulationstest, der die visuell-figurale Merkfähigkeit misst, wurde ergänzend in die TBFN aufgenommen. Dauer der Durchführung und der Auswertung: etwa 3 Minuten. Bremer Auditiver Gedächtnistest (BAGT). Der BAGT stellt eine alltagsnahe akustische Variante des RMT dar, dessen Items aus Geräuschen bestehen. Dauer der Durchführung und der Auswertung: etwa 6 Minuten. Test zur Überprüfung der Gedächtnisfähigkeit im Alltag (TÜGA) und TÜGA-Multiple Choice (TÜGA-M). Der TÜGA ist ein verbaler akustischer Gedächtnistest, der ebenfalls in Anlehnung an den RMT konstruiert wurde und der zusammen mit der Wiedererkennungsaufgabe (TÜGA-M) vorgegeben wird. Die Dauer der Durchführung und der Auswertung beträgt für beide Tests ohne die Pause etwa 7 Minuten.
Gütekriterien Aufgrund empirischer Untersuchungen mit einer Simulationsgruppe (N = 20), die glaubhaft Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen simulieren sollte, einer Patientengruppe, die sich aus neurologischen Patienten mit Hirnschädigungen rekrutierte (N = 14), und einer Kontrollgruppe gesunder Probanden (N = 37) wurden für BAGT, TÜGA und TÜGA-M Cut-Off-Werte ermittelt, die die Patienten mit tatsächlichen Gedächtnisstörungen von Simulanten trennen sollen. Alle Testverfahren, einschließlich des RMT, erwiesen sich in der untersuchten Stichprobe als simulationssensibel: Es bestanden zwischen den verschiedenen Gruppen signifikante Leistungsunterschiede. Auch bei der Bremer Symptom-Validierung konnten deutliche Leistungsunterschiede zwischen Patienten, bei denen eine Simulation nicht auszuschließen war, und Patienten und Gesunden aufgezeigt werden.
Besonderheiten Soundkarte am PC erforderlich
In Anwendung seit 2000 Neue Version ist in Kürze erhältlich!
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