2. Auflage mit erweiterten Normen für höhere Altersgruppen
Dauer
15 bis 20 Minuten (Kurzformen), 25 bis 30 Minuten (Langform)
Durchführung
Individuell und Gruppe
Anwendungsbereiche
Ziel des Verfahrens ist die Diagnostik der Rechtschreibleistung im Rahmen der Berufseignungsdiagnostik. Im Sommer 1996 trat die Neuregelung der deutschen Rechtschreibung in Kraft. Die endgültige Umsetzung und Einführung der Rechtschreibreform war für Sommer 2005 datiert. Trotz dieser langen Übergangszeit erwarteten bereits viele Unternehmen beim Berufseinstieg Kenntnisse der neuen Rechtschreibung. Dieser Erwartung wurde der Rechtschreibtest gerecht. Eine Ableitung von Fördermaßnahmen aus den Testergebnissen im Rahmen einer Lese-Rechtschreibschwäche ist nicht vorgesehen.
Aufbau
Beim Rechtschreibtest handelt es sich um ein so genanntes Lückendiktat. Das Verfahren liegt in zwei Kurzformen (Form 1 besteht aus 81 Items, Form 2 aus 80 Items) und einer Langform (158 Items) vor. Es werden die Inhalte der neuen und alten deutschen Rechtschreibung geprüft. Der Test wurde als Gruppen- und Einzelerhebungsverfahren konzipiert.
Gütekriterien
Objektivität: Schriftlich festgelegte Instruktionen gewährleisten die Durch-
führungsobjektivität. Ein eindeutiger Auswertungsschlüssel stellt die Auswer-tungsobjektivität sicher. Die Interpretationsobjektivität ist durch aktuelle Normierung gegeben.
Reliabilität: Die Testversionen zeigen sehr hohe innere Konsistenzkoeffizienten (Cronbachs Alpha): Kurzform 1: .95, Kurzform 2: .95, Langform: .97.
Validität:
Inhaltliche Validität: Die inhaltliche Validität der Erfassung der ´Rechtschreibung´ ist durch die Übereinstimmung mit der deutschen Rechtschreibung gesichert DUDEN (1996).
Innere kriterienbezogene Validität: Im Rahmen der Überprüfung der inneren Kriteriumsvalidität liegen erwartungskonforme konvergente und diskriminante Validitätskoeffizienten mit u. a. folgenden Testverfahren vor: Intelligenz-Struktur-Analyse (ISA), Figure Reasoning Test (FRT), Wortschatztest (WST), Mathematiktest - Grundkenntnisse für Lehre und Beruf, Inventar komplexer Aufmerksamkeit (INKA) und Frankfurter Aufmerksamkeits-Inventar (FAIR).
Konstruktvalidität: Im Rahmen der Untersuchungen der Konstruktvalidität wurden differentielle Effekte geprüft, konvergente und diskriminante Korrelations-studien durchgeführt (siehe ebenfalls innere kriterienbezogene Validierung) sowie die faktorielle Validität analysiert. Hier zeigen sich erwartungsgemäße Ergebnisse.
Normen
Die Erfassung der aktuellen Normstichprobe (2. Auflage, 2005) wurde im Oktober 2004 abgeschlossen. Mit der 2. Auflage liegen erweiterte Normen für folgende Altersgruppen vor: RST-Kurzform 1: von 14 bis 60 Jahren (n = 6829), RST-Kurzform 2: von 14 bis 19 Jahren (n = 3839), RST-Langform: von 14 bis 60 Jahren (n = 4843). Es werden Prozentrangnormen für Bildungs- (Hauptschule, Realschule, Gymnasium) und Altersgruppen dargestellt.
In Anwendung seit 2001, erweiterte Auflage seit 2005